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	<title>Die Heilanstalt &#187; Reise ohne Ziel</title>
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		<title>Reise ohne Ziel — Kapitel 4</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Sep 2009 20:43:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reise ohne Ziel]]></category>

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		<description><![CDATA[Titelbild von Dieter Schütz
Ich riss die Augen auf, sah grelles Licht. Ich bewegte mich und empfand große Schmerzen, langsam gewöhnten sich die Augen an das Licht, es war sonnig. Ich blickte mich langsam um, sah Bäume und Sträucher, hörte fremde Geräusche aus der Ferne. Es roch verbrannt. Ich verstand langsam was passiert sein musste. Ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Titelbild von <a title="Dieter Schütz" href="http://www.pixelio.de/member.php?action=showprofile&amp;user_id=120836" target="_blank">Dieter Schütz</a></em></p>
<p>Ich riss die Augen auf, sah grelles Licht. Ich bewegte mich und empfand große Schmerzen, langsam gewöhnten sich die Augen an das Licht, es war sonnig. Ich blickte mich langsam um, sah Bäume und Sträucher, hörte fremde Geräusche aus der Ferne. Es roch verbrannt. Ich verstand langsam was passiert sein musste. Ich sah mich weiter um, ich saß noch immer auf meinem teilweise zerfetzten Sitz, große Teile des Dachs waren weg, die linken Sitzreihen komplett verwüstet, mir bot sich ein Bild des Grauens, ich schrie laut. Dann schoss mir ein Gedanke in den Kopf: Tanja! Ihr Sitz wurde aus der Verankerung gerissen, hing an einem Scharnier schief in dem Rest des Ganges, aber sie war nirgendwo zu sehen. Ein Gefühl aus Angst, Panik und Trauer ergriff mich, ich versuchte aufzustehen und fiel aus dem Wrack auf den matschigen Boden, ich war zu schwach um schon laufen zu können. Mir wurde schwindelig, ich hörte Schritte und Stimmen ehe ich das Bewusstsein verlor.</p>
<p>Als ich wieder langsam zu mir kam fand ich mich unter einem großen Baum wieder, links von mir war ein kleiner Tümpel, rechts so weit das Auge reichte kniehohes Gras mit vereinzelten Bäumen. Ich bewegte meinen Kopf nur sehr langsam, es schmerzte. Jemand kam auf mich zu, fragte ob ich ok bin. „Tanja…“ stammelte ich und versuchte aufzustehen. Eine vertraute Stimme wandte sich mit den Worten „Bleib liegen bis du wieder zu Kräften gekommen bist!“ an mich, ich verfolgte die Richtung der Stimme und erblickte Richard. „Hör zu, wir sind abgestürzt, einige von uns hatten Glück, es hat die ganze Maschine zertrümmert. Keiner weiß wo wir hier genau sind, wir versuchen derzeit alles brauchbare aus den Flugzeugtrümmern zu holen, immerhin haben wir das große Glück zu leben und eine kleine Wasserstelle hier zu haben. Du hast einiges abbekommen, lagst fast einen Tag da und kamst nicht zu dir, hatten große Sorgen um dich!“ Ich nahm einen Schluck Wasser aus einer verbeulten Blechschale, ich hatte ziemliche Kopfschmerzen und etliche Schürfwunden und Kratzer. „Hat jemand Tanja gesehen? Die Frau die neben mir saß?“ Niemand sagte etwas, ich stütze mich am Baum ab und stand langsam auf. Alles drehte sich und ich brauchte einige Momente ehe ich wieder geradeaus gucken konnte. Mit wackeligen Beinen lief ich an Richard vorbei zu den anderen verletzten die im Schatten lagen. Neben Richard und zwei anderen Männern die ziemlich unbeschadet davon kamen haben anscheinend nur die dort liegenden sieben Leute und ich überlebt. „Tanja!“, rief ich als ich sie erblickte, ich ging auf sie zu. Ihre linke Wange hatte einen tiefen Schnitt, ihr linker Fuß hatte einen provisorischen Verband der blutunterlaufen war. Sie schlief, atmete aber flach. „Ich geh und suche Medikamente oder irgendwas, was uns hier raus bringt!“, ich musste etwas machen, konnte und wollte nicht tatenlos hier bleiben. „Tom, in deinem Zustand solltest du besser nicht gehen, du brauchst Ruhe!“ ermahnte mich Richard und ging auf mich zu. Ich ignorierte ihn und lief los in Richtung des kleinen Tümpels aus dem man mich geborgen hatte. Es war drückend warm, ich hatte keine Ahnung wo wir waren, aber die Tatsache das uns noch niemand gefunden hatte sagte mir das wir nicht gerade in einer Gegend sind die sehr bevölkerungsreich ist. Am Wrack angekommen versuchte ich die Blickte nicht auf all die zu richten die es nicht geschafft haben, es gelang mir nicht immer. Ich wusste nicht wonach ich suchen sollte, ich hielt einfach Ausschau nach erste Hilfe Koffern oder anderem Gepäck indem sich irgendetwas brauchbares befinden könnte. Nach einiger Zeit hatte ich einen kleinen Berg Gerümpel zusammen, ein paar Kleidungsstücke, Geschirr aus den Servierwagen, ein paar Getränkedosen und Flaschen, Plastikbecher und ein Sturmfeuerzeug. Ich fragte mich wie letzteres es überhaupt in die Maschine geschafft hatte. Es wurde immer wärmer und ich bekam langsam Hunger. Zusammen mit den anderen brachten wir die Sachen in unser provisorisches Lager unter dem Baum. Richard fing mit dem Bau einer Feuerstelle an als einer der Männer stöhnte und fragte ob es nicht schon heiß genug wäre. „Das ist unser einziger Schutz in der Nacht, wer weiß was hier auf uns lauert!“, Recht hatte er. Ich entfernte mich einige Meter von den anderen und stapfte durch das hohe Gras auf der Suche nach etwas das man essen konnte. Und ich sollte fündig werden.</p>
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		<title>Reise ohne Ziel — Kapitel 3</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Sep 2009 20:35:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reise ohne Ziel]]></category>

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		<description><![CDATA[Titelbild von Daria Flack
Tanja schlief noch immer und bemerkte nicht wie sich die Stewardess etwas zu mir rüber beugte und mir leise sagte das seit gut zwei Stunden die Radargeräte und der komplette Funk ausgefallen sind. Sie versuchte mich zu beruhigten und fügte an, dass dies aber nicht schlimm wäre da wir weiterhin auf Kurs [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Titelbild von <a title="Daria Flack" href="http://dariaelisabeth.wordpress.com/" target="_blank">Daria Flack</a></em></p>
<p>Tanja schlief noch immer und bemerkte nicht wie sich die Stewardess etwas zu mir rüber beugte und mir leise sagte das seit gut zwei Stunden die Radargeräte und der komplette Funk ausgefallen sind. Sie versuchte mich zu beruhigten und fügte an, dass dies aber nicht schlimm wäre da wir weiterhin auf Kurs sind. Das Leuchten da draußen wäre nur eine Himmelserscheinung.</p>
<p>Sie ging zurück. Ich sah aus dem Fenster, „Himmelserscheinung…“ murmelte ich. Das da draußen war nicht irgendeine Himmelserscheinung, das ist Wetterleuchten, besser gesagt es sind Polarlichter. Sollte mich mein Erdkundewissen nicht völlig verlassen haben, kommt man auf dem Weg nach Australien aber an keinem der Pole vorbei. Irgendetwas läuft hier also gehörig verkehrt. Wieso fallen sämtliche Kommunikationssysteme aus? Ich versuchte klare Gedanken zu finden. Polarlichter treten nur dort auf, wo viele elektrisch geladene Teilchen aus Sonnenwinden auf unsere Atmosphäre treffen, üblicherweise an den, wie der Name schon sagt Polen. Ich Griff auf meine linke Schulter riss mich aus meinen Gedanken.</p>
<p>„Ich habe das vorhin mitbekommen, was glauben Sie was hier los ist?“ Ein älterer Mann mit unrasiertem Gesicht blickte mir tief in die Augen. Ich schlug vor etwas weiter nach hinten zu gehen, dort waren einige Sitzreihen leer.</p>
<p>„Ich glaube, das da draußen sind Polarlichter, die Stewardess sagte das Radar und der Funk wären gestört.“ „Gut möglich“ sagte der Mann, und gab mir seine Hand. „Ich bin übrigens Richard“. „Tom“, sagte ich. Wir sahen beide aus dem kleinen Fenster, die Lichter wurden immer greller, Richard zog seine Taschenuhr aus der Hose, öffnete eine Klappe auf der Rückseite und zeigte mir einen Kompass. „Siehst du das? Der Kompass spielt total verrückt, ich habe das erste mal zwei Stunden nach dem Start darauf geachtet, seit dem wird es schlimmer, teilweise dreht sich die Nadel mehrere Male im Kreis bevor sie wieder einige Minuten in eine Himmelsrichtung zeigt.“ Es war unheimlich, mir lief es kalt den Rücken herunter. „Richard, angenommen das da draußen sind Polarlichter, wo zum Teufel sind wir dann? Was ist da draußen los?“ Er überlegte kurz, runzelte die Stirn. „Wenn die Sonnenstürme stärker werden, kommt es schon mal vor das Satelliten kurzzeitig ihre Dienste versagen, aber wir müssten uns hier irgendwo über dem Indischen Ozean befinden, hier haben Polarlichter genau so wenig verloren wie ein Eisbär in der Wüste. Also entweder passiert da ganz oben etwas ziemlich großes, oder wir fliegen seit dem Start in die falsche Richtung. Was hälst du für wahrscheinlicher?“.</p>
<p>Er kannte meine Antwort obwohl ich nichts sagte. Es kann unmöglich sein das wir den Kurs so verfehlt haben, das wäre jemandem aufgefallen. Das Wetter spielte in den letzten Wochen etwas verrückt, jetzt diese Geschichte. Abermals wurden meine Gedanken unterbrochen, dieses mal von mehreren Turbolenzen, es fühlte sich an als würde jemand auf das Flugzeug schlagen, man hatte das Gefühl in einer Sekunde zehn Meter gefallen zu sein. Es wurde unruhig in der Kabine, ich ging zurück zu Tanja die mittlerweile aufgewacht war. „Wo warst du? Was ist los, schlechtes Wetter?“ „Nur ein paar Turbolenzen, nichts schlimmes, mach dir keine Sorgen.“ Die Kabinenbeleuchtung wurde angeschaltet und die Anschnallzeichen leuchteten auf. Wir flogen durch ein paar Wolken, die Stewardessen liefen durch die Gänge und halfen einigen Leuten, alle paar Sitzreihen mussten Sie sich an den Lehnen festhalten, so stark wurde die Maschine mittlerweile durchgeschüttelt. Dann merkte ich wie wir in eine Linkskurve flogen, „Da, merkst du es? Sie umfliegen den Sturm, gleich ist es vorbei!“. Kurze Zeit später verlief der Flug deutlich ruhiger, ich wurde dennoch das Gefühl nicht los das wir nach und nach an Höhe verlieren würden. Ich sah aus dem Fenster, der Himmel schimmerte grünlich an einigen Stellen. Dann schoss der Flieger ohne Vorwarnung nach unten, einige erschreckten sich so sehr das sie schrien, Panik machte sich breit. Tanja klammerte sich an ihren Sitz, ich versuchte den Überblick zu behalten und sah mich hektisch um, im Flieger brach Chaos aus, einige Sachen rollten die Gänge herunter, vereinzelt fielen Sauerstoffmasken aus der Decke. Tanja klammerte sich an mir fest, sie war mit ihrer Angst nun nicht mehr alleine, mein Herz schlug als wolle es meinen Brustkorb durchbrechen, ich bekam Panik. Unser Sturzflug hielt an, ab und zu vibrierte der Boden unter den Füßen, ich versuchte ruhig zu bleiben, aber es wollte mir nicht gelingen…</p>
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		<title>Reise ohne Ziel — Kapitel 2</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Sep 2009 20:25:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reise ohne Ziel]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir unterhielten uns angeregt über unseren ersten Gemeinsamen Urlaub außerhalb von good old Germany. „Ich kann immer noch nicht glauben, dass wir gleich mit dem Flieger nach Australien fliegen und uns die Outbacks mal nicht nur auf Fotos angucken müssen!“ Tanja wirkte immer noch sehr nervös. Sie konnte reden wie ein Wasserfall wenn sie nervös [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir unterhielten uns angeregt über unseren ersten Gemeinsamen Urlaub außerhalb von good old Germany. „Ich kann immer noch nicht glauben, dass wir gleich mit dem Flieger nach Australien fliegen und uns die Outbacks mal nicht nur auf Fotos angucken müssen!“ Tanja wirkte immer noch sehr nervös. Sie konnte reden wie ein Wasserfall wenn sie nervös war.</p>
<p>Wir trafen pünktlich am Flughafen ein, es war sogar noch Zeit für eine ruhige Tasse Kaffee. Ich beobachtete die Leute in den Terminals. „Wie eine Ameisenkolonie“, sagte ich zu Tanja, die mich fragend anguckte. „Schau dir die Leute an, rennen wild durcheinander, Urlauber zwischen Managern und Geschäftsleuten, Handys und Organzier zwischen Hawaii-Blumenketten und Strandhüten. Alles was in der Welt da draußen niemals zusammen passen würde, findet man hier, und niemanden scheint es zu stören.“ Tanja nippte an ihrem Kaffee, nahm dann ihre Handtasche und ging noch ein mal zur Toilette. Ich blieb und ließ meinen Blick schweifen um an einem Fernseher hängen zu bleiben. Sie zeigten die Wetteraussichten, weiterhin heftiger Schneefall mit ungewöhnlichen Windgeschwindigkeiten für diese Jahreszeit. Ich trank meinen Kaffee und endlich kam Tanja zurück, unser Flug wurde bereits zum zweiten mal aufgerufen. Wir checkten ein.</p>
<p>Auf dem Weg zu unserem Flieger guckte Tanja aus dem Fenster. „Sie besprühen die Flugzeuge mit einem Mittel das Eisbildung verhindert“, erklärte ich. „Mach dir keine Sorgen, das funktioniert bestens, wenn du gleich im Flieger sitzt und dich entspannst wird alles sehr angenehm werden. Du kannst am Fenster sitzen wenn du möchtest“. Wir gingen weiter und wurden von zwei Flugbegleiterinnen freundlich begrüßt und eingewiesen. „Setz du dich ans Fenster, das ist mir nicht geheuer“, Tanja wurde sichtlich nervöser.</p>
<p>Nach etlichen Einweisungen und Willkommensgrüßen rollte unser Flugzeug auf die Startbahn und beschleunigte. Ich mag das Gefühl wenn wir den Boden verlassen, der Start verlief ruhig, trotzdem merkte ich wie meine linke Hand fest gedrückt wurde. Nachdem wir zwanzig Minuten in der Luft waren ließ ihre Anpassung nach, wir scherzten und lachten. Ich beschloss zu schlafen, Tanja vertrieb sich die Zeit mit einem Buch.</p>
<p>Ich wurde wach und dachte ich hätte den ganzen Flug verschlafen, dabei waren es nur ein paar Stunden. Mittlerweile war es dunkel, vereinzelt brannten Leseleuchten über den Sitzen, ansonsten war es ruhig. Tanja schlief, hielt ihr Buch aber noch immer in der linken Hand. Ich sah aus dem Fenster, die Markierungsleuchten erhellten kurz den schwarzen Himmel. Dann sah ich in weiter Ferne helle Lichter, sie flimmerten, wirkten verschwommen. Ich sah nach links rüber aus den anderen Fenstern, dort war es viel heller. Kurze Zeit später konnte ich sehen wie sich diverse Lichter auf dem Flügel der Maschine leicht spiegelten. Etwas ungläubisch rieb ich meine Augen, es sah aus wie Polarlichter. Polarlichter in dieser Region? Das kann gar nicht sein, es sei denn der Pilot hat die Flugdaten vertauscht. Der Nachthimmel erhellte sich immer mehr, es wirkte richtig unheimlich. Ich machte mich auf den Weg zur Toilette. Dort angekommen erfrischte ich mich mit kaltem Wasser. Ich guckte in den Spiegel. „Polarlichter…so ein Quatsch, hast du in der Schule nicht aufgepasst?“. Ich ging zurück zu meinem Platz. Mittlerweile hatten auch andere Passagiere das abendliche Leuchten am Himmel entdeckt, es wurde ein wenig unruhiger. Ich suchte in meinem Hangepäck nach meiner Digitalkamera. Ich versuchte ohne Blitz ein paar Bilder zu machen, sie sahen aber auf dem kleinen Display schon sehr verschwommen aus. Mittlerweile konnte man eine Art Umriss der Lichter erkennen, man hatte das Gefühl in einer Art Kugel zu sein. Ich fühlte mich an einen schlechten Fantasy-Film erinnert. Ich bat eine Stewardess die gerade durch den Gang lief zu fragen wo wir uns gerade befinden würden. „Wir haben noch ein paar Stunden vor uns, schlafen Sie vielleicht noch ein wenig, oder kann ich Ihnen etwas bringen?“ „Nein danke, aber wenn es keine Umstände macht würde ich gerne wissen wo in etwa wir gerade sind. Werfen Sie mal einen Blick aus dem Fenster, dann verstehen Sie meine Frage…“ Sie sah aus dem Fenster und runzelte die Stirn. „Ich gehe mal vorne fragen, einen Moment bitte.“</p>
<p>Nach fünf Minuten kam sie zurück, und bat mich darum, es für mich zu behalten was sie mir nun erzählen würde. Ich rutschte etwas hoch in meinem Sitz und sah nochmals aus dem kleinen Fenster….</p>
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		<title>Reise ohne Ziel — Kapitel 1</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Sep 2009 20:15:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Titelbild von Petra Pollmann
Endlich zuhause. Mein letzter Arbeitstag war geschafft, am liebsten würde ich mich endlich entspannen, aber der Einkauf erledigt sich leider nicht von selbst. Ich zog die Wohnungstür hinter mir zu und machte mich auf den Weg zum nächsten Supermarkt. Es war einer dieser grauen Novembertage, dunkel, verregnet und kalt. Kurz nach acht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Titelbild von <a title="Petra Pollmann bei Pixelio.de" href="http://www.pixelio.de/member.php?action=showprofile&amp;user_id=306125" target="_blank">Petra Pollmann</a></em></p>
<p>Endlich zuhause. Mein letzter Arbeitstag war geschafft, am liebsten würde ich mich endlich entspannen, aber der Einkauf erledigt sich leider nicht von selbst. Ich zog die Wohnungstür hinter mir zu und machte mich auf den Weg zum nächsten Supermarkt. Es war einer dieser grauen Novembertage, dunkel, verregnet und kalt. Kurz nach acht Uhr Abends, die Scheinwerfer der vorbeifahrenden Autos spiegelten sich auf der nassen Straße und blendeten mich, ich zog den Kragen meines Wintermantels hoch und vergrub die Hände in den Taschen.</p>
<p>Im Supermarkt angekommen hätte ich am liebsten ein kurzes Hemd angezogen, da wundern sich die Leute warum sie krank werden, kommen sie aus knapp 2 Grad in gefühlte 40 Grad im Supermarkt. Genau wie draußen auf den Straßen war es hier auch fast menschenleer. Schnell das nötigste für morgen in den Einkaufskorb gepackt, bloß nicht zu viel kaufen was sonst im Kühlschrank wieder ein Eigenleben entwickeln könnte. Schon auf dem Weg zur Kasse hörte ich wie sich zwei Frauen angeregt unterhielten. Ich legte meine Sachen aus dem Einkaufskorb auf das Laufband der Kasse, augenscheinlich war die Frau vor mir mit dem bezahlen bereits fertig, alles war in zwei Tüten verstaut worden, das Portemonnaie hielt sie in der rechten Hand. Die Kassiererin schien mich zwar bemerkt zu haben, ließ sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen und redete weiter. Ich tippte Nervös mit einigen Fingern auf meinen Einkaufskorb, verlor langsam die Geduld. Nach einem Räuspern meinerseits warf mir die Kassiererin einen genervten Blick zu, verabschiedete sich dann von der anderen Frau und zog meine Sachen endlich über den Scanner. 27,68 Euro. Ich bezahlte und verabschiedete mich. Auf dem Weg zurück nach Hause fing es an zu regnen. „Nur noch heute Abend, morgen bist du weg!“ sagte ich zu mir selbst und versuchte das schlechte Wetter zu verdrängen.</p>
<p>Ich hing den Mantel zum Trocknen auf, schmiss meine Schuhe in die Ecke und ging in mein Arbeitszimmer. Noch ein letztes mal E-Mails checken und die Wettervorhersage für die nächsten Wochen angucken.</p>
<p>Während ich beschäftigt war den Spam aus meinem Posteingang zu löschen blickte ich für eine kurze Zeit aus dem Fenster neben meinem Schreibtisch. Es stürmte und schneite, es stürmte jedoch ungewöhnlich stark für diese Jahreszeit. Mein Blick wanderte zurück zu meinem Bildschirm als er an der Checkliste für morgen hängen blieb. Ich hatte an alles gedacht, die Flugtickets, genug Klamotten, Sonnencreme und meine Digitalkamera. Ich beantwortete die letzten Mails und schaltete den Computer ab. Es war kurz vor 22 Uhr als das Telefon klingelte und mich davon abhielt mich mit einem Wein noch kurz vor den Fernseher zu setzen.</p>
<p>Zwei Stunden telefonierte ich mit Tanja. Sie war nervös, saß vorher noch nie in einem Flugzeug, war noch nie so weit weg. Es kam mir vor als hätte sie mich alle zwei Minuten gefragt ob sie nichts vergessen hätte. Um kurz nach halb ein Uhr lag ich endlich im Bett, bis zum Flughafen München morgen ist es ein ganzes Stück von Schopfheim aus. 300 Km spuckte mir der Routenplaner aus als ich die Strecke am Nachmittag zusammenstellte. Der Flug geht um 13 Uhr, ich wollte früh genug hier abreisen zusammen mit Tanja, wer weiß wie das Wetter ist.</p>
<p>Die Nacht blieb stürmisch, ich bekam kaum ein Auge zu. Pünktlich um sieben Uhr klingelte mein Wecker. Der Blick aus dem Fenster verhieß nichts gutes, über Nacht fielen über 10 cm Neuschnee, das Lokalradio warnte alle Autofahrer. Ich hatte keine Angst. Mein zwanzig Jahre alter Benz hat mich noch nie im Stich gelassen, ist zuverlässig wie ein alter Schiffsdiesel und trotzt jedem Wetter. Das Frühstück fiel karg aus, zwei Toast, eine Tasse Kaffee, ein kurzer Blick in die Zeitung. Nach einer heißen Dusche schleppte ich meinen Koffer zu meinem Auto und verstaute ihn im Kofferraum. Mit einem prüfendem Blick ging ich ein letztes mal durch meine Wohnung.</p>
<p>Wie erwartet sprang mein Auto ohne großes Murren an. Ich machte mich auf den Weg zu Tanja, die mir schon vier SMS geschrieben hatte heute Morgen, ihre Aufregung hatte sich noch immer nicht gelegt. Die Straßen waren voll mit Schneematsch, es ging nur zäh voran im Stadtverkehr. Ein Auto stand quer auf einer Verkehrsinsel und hatte ein Schild umgeknickt, bestimmt hat der Kerl keine Winterreifen aufgezogen. Selber schuld. Nach zwanzig Minuten Fahrt kam ich vor Tanjas Wohnung an. Sie stand schon bibbernd in der Kälte mir ihrem Koffer und einem Grinsen im Gesicht. Ich stieg aus und begrüßte sie wie gewohnt mit einem Kuss. Zwei Jahre sind wir nun zusammen und haben noch immer keine gemeinsame Wohnung, das müsse sich nach dem Urlaub ändern beschloss ich.</p>
<p>Wir machten uns auf den Weg zum Flughafen. Die Landstraßen waren teilweise noch voller Schnee, teilweise konnte man kaum erkennen wo die Straße aufhörte und der Rand beginnt. Das Navi zeigte das wir noch 277 Kilometer vor uns haben, ich hoffte das sich das Wetter bessern würde und fuhr langsam weiter.</p>
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