Ich wün­sche allen Blog-Lesern ein fro­hes neues Jahr 2010!

Ich bin gut rein­ge­kom­men. Nach­mit­tags kam Michael vor­bei und wir ent­schlos­sen uns erst mal zu einer klei­nen Runde mit dem Auto um das schöne ver­schneite Wet­ter aus­zu­nut­zen. Idea­ler­weise war der Park­platz bei Aldi zuge­schneit und leer, sodass wir uns ein wenig aus­le­ben konn­ten. Michael machte den Anfang:

Natürlich musste er seine Kür mit ein paar Donuts abschließen:

Ich lies mich natür­lich auch nicht lange bit­ten und legte nach. Lei­der hat­ten wir schon ziem­lich viel Schnee weg­ge­fegt sodass es immer schwe­rer wurde eini­ger­ma­ßen ver­nünf­tig seine Kreise zu dre­hen. Wenigs­tens das ein­par­ken klappte noch stilsicher.

Danach muss­ten wir uns noch Grill­kohle orga­ni­sie­ren. Wir hat­ten beschlos­sen an Sil­ves­ter zu gril­len, ich hatte aber nicht bedacht das Grill­kohle ja eigent­lich ein Som­mer­ar­ti­kel ist, und im Win­ter ent­spre­chend nicht auf Lager ist. Die letz­ten Hoff­nun­gen waren also Tank­stel­len. Nach­dem wir die erste erfolg­los abge­klap­pert hat­ten, fing Micha­els Auto an zicken zu machen und lies die Motor­kon­troll­leuchte auf­blin­ken. Glück im Pech: An der Tank­stelle an der wir des­halb hiel­ten gab es Grill­kohle. Nach­dem wir kurz guckten/hörten ob etwas grö­ße­res defekt wäre fuh­ren wir zu mir zurück. Ergeb­nis: Das Abgas­rück­führ­ven­til arbei­tete nicht rich­tig. War an dem Abend aber erst mal egal, die Repa­ra­tur wurde auf Neu­jahr ver­scho­ben. Wir rich­te­ten uns in unse­rer Gar­ten­hütte häus­lich ein.

Hütte 01

Hütte 2

Hütte 02

Neben Krombacher-Fassbier hat­ten wir einen 6er Trä­ger ori­gi­na­les Duff Bier, Whis­key, Bacardi, Grappa und Cola. Als Neben­dar­stel­ler gab es auch rich­tige Nah­rung, hacksteaks, Würst­chen, Pute, Fla­den­brot und Co. sorg­ten für ein abge­run­de­tes Menü. Wir rech­ne­ten eigent­lich mit 6–7 Leu­ten, letzt­end­lich blie­ben wir zu zweit! Wäh­rend Chris­tian in Osna­brück einer Man­del­ent­zün­dung erlag und sich von sei­ner bes­se­ren Hälfte pfle­gen lies (wie wurde nicht über­mit­telt) machte sich bei den Nach­barn eine Erkäl­tungs­welle breit und mein alter Herr lies sich den gan­zen Tag noch mal durch den Kopf gehen.
Fazit: Mehr für Michael und mich!

So gegen kurz vor acht fin­gen wir an zu zün­deln und ver­such­ten den Grill anzu­schmei­ßen. Dank unse­res got­tes­glei­chen Talent in Punkto mit dem Feuer spie­len konn­ten wir dem Grill bin­nen weni­ger Minu­ten ordent­lich Feuer unter’m Hin­tern machen. Der Schnee der sich hart­nä­ckig unten in der Feu­er­schale hielt wurde gekonnt igno­riert, außer­dem knackte und zischte es schön. Mit unse­rer Turbo-Glut waren die Würst­chen bin­nen drei Minu­ten fer­tig, Rekord! Bei den Hacksteaks habe ich anfangs gepennt und musste eines, wel­ches zu Holz­kohle mutierte, an die Zie­gen vom Nach­barn ver­füt­tern. Ein Akt der rei­nen Nächs­ten­liebe! Aber gucken wir uns lie­ber Michael bei der Arbeit an:

Grillinspector Michael 1

Gril­lin­spec­tor Michael 1

Grillinspector Michael 2

Gril­lin­spec­tor Michael 2

Die Turbo-Glut

Die Turbo-Glut

Der Abend nahm sei­nen Lauf, der Bestand der Getränke nahm dra­ma­tisch ab. Zu unse­rer gro­ßen Freude war es drau­ßen bei­nahe tag­hell, sodass wir für den Weg zur (Natur)Toilette hin­ter der Hütte keine extra Beleuch­tung brauch­ten. Wir guck­ten uns die Filme Zom­bie­land und Gamer an, Zom­bie­land war schon ziem­lich gut, was auch ein Ver­dienst von Emma Stone war, die eine wirk­lich gute Figur machte. Der Klas­si­ker um kurz vor zwölf durfte nicht feh­len: Din­ner for one war wie gewohnt gran­dios. Cheeeeeeeeee­rio Miss Sophie!

Danach gings rüber zu den Nach­barn, ein Glas Sekt in die Hand, 3…2…1…meins! Nein, das war was ande­res. Achja, fro­hes neues Jahr! Kurz danach gings wie­der raus in die Kälte. Nach­dem wir alle Rake­ten gen Him­mel geschos­sen hat­ten und uns bei jeder aufs neue gefreut haben das es funk­tio­nierte hat­ten wir jede Menge Böl­ler übrig. Nach­dem ich die ers­ten Gul­lis damit ver­sorgte und sicher ging das alle Rohre frei waren, gin­gen nach und nach alle Nach­barn wie­der nach Hause. Wir hat­ten aller­dings noch Unmen­gen an Böl­lern. Michael wollte unbe­dingt run­ter zur Straße. Ich nahm also mein extra vor­her auf­ge­füll­tes Glas mit Whiskey/Cola und wir gin­gen Rich­tung Haupt­straße. Natür­lich beka­men wir unter­wegs dumme Ideen. Wäh­rend wir auf Eis und Schnee etwas unbe­hol­fen umher­lie­fen schrie Michael plötz­lich “In die Dach­rinne!”, und wollte dann einen Böl­ler in die besagte Rinne des Hau­ses rechts von uns wer­fen. Auf­grund mei­ner leich­ten Alko­ho­li­sie­rung ver­ar­bei­tete ich diese Aus­sage eher lang­sam, und bekam einen Schock als ich mich nach links drehte und Michael ver­schwun­den war. Er war eine Etage tie­fer, irgend­wie hatte er es geschafft sich schön auf die Nase zu legen, was mich zu einem Lach­krampf ani­mierte bei dem ich mein hal­bes Glas ver­schüt­tete.
An der Haupt­straße ange­kom­men stell­ten wir fest das wir alleine waren. Ein­fach so zurück­lau­fen wäre aber auch doof. Also schmis­sen wir unsere Böl­ler unter das Abdach bei Lidl wo die Ein­kaufs­wa­gen ste­hen. Herr­lich, teil­weise dachte ich mein Trom­mel­fell knallt direkt mit. Nach­dem plötz­lich eine dunkle Gestalt um die Ecke kam, an uns vor­bei lief und zumin­dest mich damit ziem­lich erschrak, gin­gen wir lang­sam zurück. Bei­nahe hätte ich mich dabei auf die Nase gelegt. Wie­der ange­kom­men hatte ich auch prompt Hun­ger, und warf den Grill wie­der an. Michael zog mit, Grup­pen­zwang ist herr­lich. Bis kurz vor sechs Uhr mor­gens haben wir dann noch die Ludolfs geguckt, betrun­ken machen die irgend­wie noch mehr Spaß.

Ich wün­sche allen ein erfolg­rei­ches & gesun­des neues Jahr!

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