Grand Theft Auto (GTA) hat ein einfaches Spielprinzip: Erfülle Missionen und erlange Ruhm und Reichtum durch den Einsatz von möglichst viel Gewalt. Aber auch wer keine Lust auf Missionen hat kann einfach durch die Stadt laufen und im harmlosesten Fall Autos klauen um damit ein paar Verkehrsvergehen zu tätigen. Gerät man mit den Gesetzeshütern oder anderen Mitbürgern aneinander hat man viele Möglichkeiten:
- Mit diversen Schusswaffen um sich schießen
- Anderen Leuten Handgranaten zum Fangen zuwerfen
- Die anderen einfach so lange verprügeln bis diese nie wieder aufstehen werden
- Mit Hubschraubern oder Panzern den eigenen Willen durchsetzen
- etc.
Hört sich brutal an? Ist es auch! In manchen Missionen muss man in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Leute töten, dadurch steigt der Ruf und das Ansehen. Immerhin ist das Spiel offiziell erst ab 18 Jahren erhältlich, inoffiziell gehen die “kleinen Kindern” ihren Eltern aber so lange auf den Keks bis diese endlich nachgeben oder das Spiel wird sich kurzerhand anderweitig besorgt. Natürlich kann man auch einfach mit einem Auto im Spiel fahren wie man es in der Fahrschule gelernt hat, aber wer macht das schon bei einem Spiel das solche Möglichkeiten bietet? Besagte Möglichkeiten scheinen für fast alle Eltern völlig normal zu sein, nur eine Sache erregte sie schlagartig: Der Hot-Coffee-Mod.
Alles nur kalter Kaffee?
Von wegen! In den USA starteten empörte Eltern eine Sammelklage gegen den Entwickler Take-Two. Aber worum geht es nun eigentlich? Der Entwickler hatte, quasi als besonderes Easter-Egg, Sex-Spielchen versteckt die man freischalten konnte indem man neue Inhalte für das Spiel herunterladen musste. Bei den Spielchen ging es darum durch das betätigen bestimmter tasten gewisse Bewegungsabläufe nachzustellen, zu sehen waren dabei auf dem Bildschirm die Akteure, besonders aber der weibliche Teil der weitestgehend nackt war. Nackte Haut verursacht in den USA in etwa das, was hier ein Mann mit Maske und einer scharfen Pistole in einer Fußgängerzone verursacht: Panik, blankes Entsetzen, Massen-Hysterien. Take-Two wird aller Voraussicht nach 20 Millionen Dollar in einen Fonds einzahlen mit dessen Hilfe die “geschädigten” Käufer entschädigt werden sollen. Kleiner Lichtblick für Take-Two: Die eigene Versicherung übernimmt 15 Millionen Dollar.
Meine Diagnose:
In den USA vertritt man offensichtlich die Meinung das es besser ist Jugendlichen Terror und Krieg näher zu bringen bevor sie die grausamen und verehrenden Wahrheiten über zwischenmenschliche Akte erfahren.
PS: Dazu passt übrigens auch das sich einige Deutsche über die Maoam-Verpackungen und deren anstößige Aufmachung beschwert haben, dazu später mehr.

















